Die Schweizer Bischöfe und die Medien   

118. Generalversammlung 2013

Generalversammlung des Katholischen Pressevereins Olten

Medienpräsenz bleibt wichtig

An der 118. Generalversammlung des Katholischen Pressevereins Olten wurde der Vorstand neu gewählt. Walter Müller, Pressesprecher der Schweizer Bischofskonferenz, berichtete über schwierig zu vermittelnde Positionen zu komplexen Fragen.

Christoph Fink, Präsident des Katholischen Pressevereins Olten (KPO) berichtete über ein recht erfolgreiches vergangenes Vereinsjahr. Der Verein unterstützte namentlich die Seite «Religion und Gesellschaft», welche in verschiedenen Tageszeitungen der Deutschschweiz ihren Platz hat.  Er organisierte einen gut besuchten Vortrag zu «50 Jahre Vaticanum II und die Schweiz» mit dem Kirchenhistoriker Markus Ries als Referenten. Und man besuchte die Ausstellung  »200 Jahre Oltner Stadtkirche St. Martin». Besonders freute sich Fink über die Schrift: «Der Sonnengesang des heiligen Franziskus in Assisi»  aus der gewandten Feder des Oltner Stadtpfarrers und Kapuzinerpaters Hanspeter Betschart, die mit einem Beitrag an die Druckkosten unterstützt wurde. Mit der Namenswahl des neuen Papstes, der sich auf diesen grossen Heiligen der katholischen Christenheit beruft, ist die  Schrift noch aktueller geworden; sie bietet eine gute Einführung in die Spiritualität des «Poverellos».

Der Vorstand wurde für drei Jahre neu gewählt. Anstelle des demissionierenden Vizepräsidenten Thomas Laube (Olten) rückte Bruno Gervasi (Starrkirch-Will) in den Vorstand nach. Die übrigen Vorstandsmitglieder, die alle einstimmig wiedergewählt wurden, sind: Christoph Fink (Olten)  Präsident, Peter Felber (Egerkingen), neu auch Vizepräsident, Balthasar Schmuckli (Trimbach)  Aktuar, Marcel W. Wyss (Kappel) Kassier sowie P. Hanspeter Betschart (Olten),  Ida Kupferschmid (Niedergösgen) und Anton Strähl (Welschenrohr). Als Revisoren darf man weiter auf die bewährten Dienste von Leo Baumgartner (Wangen b. O.) und Rudolf Rippstein (Hägendorf) zählen.

Seit sechs Jahren ist der St. Galler Journalist und studierte Naturwissenschaftler Walter Müller Sprecher der Schweizer Bischofskonferenz. Von den Schweizer Bischöfen werden zu fast allen wichtigen gesellschaftlichen Fragen der Schweiz Stellungnahmen erwartet. Gemäss Müller ist es aber schwierig, einer zunehmend polarisierten Schweizer Bevölkerung  differenzierte Positionen zu kommunizieren und breite Zustimmung zu finden. Die Bischöfe stossen bei etlichen Gläubigen auf Ablehnung, wenn sie sich nicht für die «Abzocker-Initiative»  einsetzen,  den  Schwangerschaftsabbruch nicht aus dem Leitungskatalog der Krankenkassen kippen wollen oder gleichgeschlechtlichen Partnerschaften keine Adoptionen erlauben können. Besonders gefordert sind die Bischöfe mit der «Pfarrei-Initiative». Einige Vereinsmitglieder äusserten ihr Missfallen, dass das Schweizer Fernsehen bevorzugt konservative oder progressive Persönlichkeiten zu katholischen Angelegenheiten sprechen lässt. Aber, so «tickten» die Medien eben, meinte Müller: Sie bevorzugen das Aussergewöhnliche.

Für einen besonderen Leckerbissen sorgte nach einem stärkenden Mahl wiederum der Oltner Buchhändler Christian Meyer: Er stellte – locker aber treffend – neue katholische und christliche Literatur vor. Solche Bücher haben offenbar eine stattliche Lesergemeinde. cfo