Vielfältige Förderung von Medienarbeit   

116. Generalversammlung

Der Katholische Presseverein Olten (KPO) setzte sich im vergangenen Jahr, wie sein Präsident Christoph Fink (Olten) an der gut besuchten 116. Generalversammlung ausführte, für katholisch geprägte Arbeiten in verschiedenen Medien ein. Unterstützt wurden einige Arbeiten aus der Feder von Pater Hanspeter Betschart (Olten) und die Seite «Religion und Gesellschaft», welche das «Oltner Tagblatt» jeden Samstag publiziert. Auch ein Vortrag über die 100-jährige Oltner St. Martinskirche stiess auf breites Interesse. Der Jahresbericht des Präsidenten wurde ebenso wie die von Marcel Wyss (Kappel) sorgfältig geführte Rechnung, die mit einem Verlust abschloss, einstimmig gutgeheissen.

 

Reto Stampfli (Solothurn) ist seit einem Jahr Chefredaktor des in Solothurn erscheinenden «Kirchenblatts für römisch-katholische Pfarreien im Kanton Solothurn». In einem kurzen Referat stellte er die zahlreichen Entwicklungsschritte und das heutige Profil dieser Zeitschrift dar. Mit seiner vierzehntäglichen Erscheinungsweise eigne sich das Solothurner Pfarrblatt  nicht für Mitteilungen über aktuelle Ereignisse in der Kirche, wozu – leider auch mit negativem Inhalt – dieses Jahr schon Bedarf bestand. In der Schweiz fänden sich noch viele kleinräumige Pfarrblätter mit oft nur einem einzigen Redaktor. Andererseits, so Stampfli, wurden in den Kantonen Zürich oder St. Gallen kirchliche Wochenzeitungen mit grosser Reichweite geschaffen, deren Redaktionen ein halbes Dutzend Vollzeitstellen umfassten. In Deutschland wiederum kenne man im Wochenrhythmus erscheinende «Bistumszeitungen», deren Auflagen bis hunderttausend Exemplare betrage und für deren Abonnement rund hundert Franken im Jahr hinzulegen sei.

 

In der lebhaften Diskussion zeigten sich Alfred Imhof (Trimbach), Präsident der regionalen Pfarrblattgemeinschaft wie auch Hansjörg Brunner (Balsthal), Präsident der römisch-katholischen Synode des Kantons Solothurn daran interessiert, die Strukturen der Pfarrblätter des Kantons Solothurn, die mit Steuergeldern finanziert werden, zu überdenken und zu vereinheitlichen. Dabei sollten, wie Versammlungsteilnehmer vorschlugen, Vereine oder anderssprachigen Gemeinschaften mehr Platz erhalten. Auch ein richtiger Internet-Auftritt wird heute vermisst.

 

Christian Meyer, initiativer Buchhändler aus Olten, stellte als Schlusspunkt ebenso humorvoll wie kompetent rund ein Dutzend neu erschienene Bücher vor. Dazu gehörten Josef Ratzinger mit seinem «Jesus»-Buch ebenso wie der «Gegen-Papst» Hans Küng oder der Wolfwiler Pfarrer Urs-Beat Fringeli. Allein die vielfältige Buchproduktion beweist: Das Interesse an Religion oder  katholischen Lese-Inhalten ist nach wie vor gross!