Jahresbericht für das Jahr 2012   

Jahresbericht und Wort des Präsidenten für das Jahr 2012

 An unserer gutbesuchten Generalversammlung im Frühjahr sprach Simon Spengler (Freiburg) über die grosse Bedeutung der elektronischen Medien in der heutigen Zeit. Er zeigte Perspektiven für eine «crossmediale» Zukunft der Katholische Medien auf: Die Mitarbeiter der verschiedenen Medien werden in gemeinsamen Büros (»Newsrooms») zusammengefasst werden müssen. Simon Spengler, der hauptamtlich das Sekretariat für Kommunikation und Medien der Schweizer Bischofskonferenz führt, stellte den von ihm mitverfassten Leitfaden für den Umgang mit den Medien vor. Einen speziellen Farbtupfer  setzte unser Mitglied und Buchhändler Christian Meyer (Buchhandlung Klosterplatz Olten), der auf humorvolle Weise Neuerscheinungen katholischer Bücher vorstellte. Es ist erstaunlich, wie umfangreich und vielfältig sich diese Buchproduktion allein im deutschsprachigen Bereich zu behaupten vermag!

Seite »Religion und Gesellschaft«

Wir unterstützten auch im vergangenen  die Seite «Religion und Gesellschaft» mit einem namhaften Beitrag. Diese Seite geniesst verdankenswerter Weise Gastrecht im «Oltner Tagblatt».

Medienpreis der Schweizer Bischofskonferenz

Am 27. Juni fand im Kapuzinerkloster Olten die Verleihung des Medienpreises der Schweizer Bischofskonferenz statt. Den «Good News»-Preis für die Deutschschweiz erhielt mit Sandra Rupp-Fischer (für das Kirchenmusikfestival «Cantars») eine in Olten bestens bekannte Frau. Diese Feier wurde von einigen KPO-Mitgliedern besucht, insbesondere auch vom Präsidenten und dem Aktuar.

Vortrag am 30. August 2012 anlässlich 50 Jahre Vaticanum II

Professor Markus Ries (Luzern) hielt am 30. August 2012 einen öffentlichen und gut besuchten  Vortrag zum Thema: «50 Jahre Vaticanum II und die Schweiz». Er stellte die grossen Änderungen, die das Konzil initiierte, in den Kontext und die Kontinuität der 2000-jährige Geschichte der katholischen Kirche. Das Vaticanum II habe sozusagen in der Kirche das Mittelalter beendet, wie man das auch am neuen Stil der Kirchenarchitektur  ablesen könne. Es sei ein wunder Punkt für die Kirche, dass es immer noch «Rückzugsgefechte» mit Kreisen gebe, die sich nicht mit dem zeitbedingten Wandel abfinden könnten. Andererseits wies Ries auf die grossen gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten fünfzig Jahren hin, die ein neues Konzil notwendig machten.  Aus Schweizer Sicht sei bemerkenswert, dass an diesen Konzil die offiziellen Schweizer Teilnehmer – bis auf den Genfer Charles Journet – wenig Gewicht hatten, andererseits sich Hans Küng damit enorm profilieren konnte.

Exkursion nach Mariastein am 9. Juni 2012

Zu einem Ausflug nach Mariastein mit Klosterführung kamen am 9. Juni nur wenige Mitglieder. Wir sahen zuerst  die neue Tonbildschau, welche die Geschichte und die heutige Bedeutung des Klosters darstellt. Danach erklärte uns P. Notker Strässle OSB bei einem Gang durch die Klosterkirche und den Kreuzgang wichtige Gemälde und Gebäudeteile.

Besuch der Ausstellung: «200 Jahre Oltner Stadtkirche»

Am 19. Januar 2013 besuchten rund dreissig Personen die Ausstellung: «200 Jahre Stadtkirche St. Martin Olten» im historischen Museum Olten. Martin Eduard Fischer, ehemaliger Oltner Stadtarchivar, hat diese Ausstellung zusammengestellt und führte uns mit grossem Sachverstand. Er stützte sich auch auf zahlreiche Dokumente aus dem Stadtarchiv Olten, die er zum Teil neu bewertete. Martin Eduard Fischer war bemüht, alte Vorurteile abzubauen und die Streitigkeiten zwischen römischen Katholiken und Altkatholiken sachlich darzustellen. Der Präsident verfasste darüber einen Bericht, der am 29. Januar 2013 im Oltner Tagblatt erschien. Die Redaktion gab ihm den etwas provokativen Titel: «Votum für eine neue Trägerschaft», was zu einer heftigen Reaktion von Bischof em. Hans Gerny (Bern) führte.

Unterstützungen

Wir unterstützten die Schrift: «» Der Sonnengesang des Heiligen Franz in Assisi» von P. Hanspeter Betschart mit einem Beitrag an die Druckkosten.

Internetauftritt: www.kpo.ch

Wir sind daran, unsern Internetauftritt (www.kpo.ch) mit Hilfe des Katholischen Mediendienstes stark zu verbessern.

Gedanken des Präsidenten

«Der freiheitliche säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann», sagte der deutsche Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde, wofür er letztes Jahr ausgezeichnet wurde.  Der Katholische Presseverein Olten setzt sich gemäss Statuten für die religiösen, politischen und sozialen Interessen der katholischen Bevölkerung ein.  Er bemüht sich um ebensolche Werte, die erst eine verlässliche Struktur von Staat und Gesellschaft ermöglichen. Er hat dies auch im vergangenen Jahr mit seinen bescheidenen Möglichkeiten gemacht. Die Medien sind diesen Bestrebungen wohlwollend bis neutral gesinnt. Die grössten Behinderungen in der Verbreitung christlicher Werte kamen wohl aus dem Umfeld der katholischen Kirche selber; verschiedene Probleme führten leider zu negativen Schlagzeilen.

Vereinsleben; Mutationen

Im vergangenen Jahr verstarben unsere beiden langjährigen Mitglieder Karl Rüde, Dr. Stephan Müller-Cottier (früherer Vizepräsident).

Erfreulicherweise finden wir in unserer Region immer wieder an Medien interessierte Leute, sodass wir unsere Mitgliederzahl bei rund hundert Personen halten können.

Der Vorstand traf sich zu 3 Sitzungen. Dem Vorstand gehören folgende Personen an:

Christoph Fink, Olten (Präsident), Thomas Laube Olten (Vizepräsident), Balthasar Schmuckli, Trimbach (Aktuar), Marcel W. Wyss, Kappel (Kassier), P. Hanspeter Betschart Olten, Ida Kupferschmid, Niedergösgen, Peter Felber, Egerkingen und Anton Strähl, Welschenrohr.

Als Revisor dürfen wir auf die bewährten Dienste von Leo Baumgartner, Wangen und Rudolf Rippstein, Hägendorf, zählen.

Dank

Allen, die im vergangenen Jahr für unseren Verein und für unsere Anliegen gewirkt haben, möchte ich an dieser Stelle bestens danken, insbesondere den Vorstandsmitgliedern und Revisoren

 

Olten, den 18. Februar 2013

Dr. Christoph Fink, Präsident