Bischofssynode   

Die Bischofssynode hat sich damit befasst, wie die Kirche mit erwachsenen Menschen umgehen soll, die nicht zölibatär, aber auch nicht im «heiligen Stand der Ehe» leben. Getaufte Christen, die in anderen Beziehungsformen pflegen, befinden sich in vielen Fällen kirchenrechtlich gesehen in einer Ausnahmesituation und sie sind eigentlich häufig nicht zu den Sakramenten zugelassen.

Martin Grichting ist bekannt als ein Mann, der das Kirchenrecht streng interpretiert. Insbesondere missfällt ihm, dass die Gläubigen in der Schweiz die kirchenrechtlich geforderte Unterstützungspflicht der Kirche vor allem durch die staatlich erhobene Kirchensteuer und nicht durch eine private freiwillige Zuwendung erfüllen können.

 

Da in der Schweiz (und im übrigen Europa) die Zahl jener Menschen, die in (kirchen-)rechtlich nicht sauber geregelten Verhältnissen leben, gross ist, besteht Handlungsbedarf. Die Kirche tut sich wohl keinen Gefallen, alle jene Leute zu diskriminieren, die sich nicht in vorgegebene Muster einordnen können.

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