Katholische Medienarbeit neu aufgestellt   

120. Generalversammlung des Katholischen Pressevereins Olten

In seinem Jahresbericht blickte Christoph Fink (Olten) als Präsident des Katholischen Pressevereins Olten (KPO) ebenso zurück wie voraus: Der solid aufgestellte Verein konnte im vergangenen Jahr seine gewohnten Aktivitäten fortsetzen. So unterstützte er die Seite «Religion und Gesellschaft», die in verschiedenen Tageszeitungen erscheint, leistete einen Beitrag an eine illustrierte Schrift des Oltner Stadtpfarrers P. Hanspeter Betschart und lud zu zwei gut besuchten Veranstaltungen ein. Ueber seinen Internetauftritt  sind aktuelle Berichte über die Welt- und Ortskirche abrufbar. Bemerkenswert aus Sicht des Vereins, der früher  als Hauptzweck die Herausgabe einer Tageszeitung hatte, sind die in schnellem Tempo erfolgenden Veränderungen bei den Printmedien in der Deutschschweiz, die  ja auch das «Oltner Tagblatt» betrafen. Der Verein wird, so Fink vorausblickend, seine Aktivitäten zunehmend in den elektronischen Bereich  verlegen. Zudem werden bald einige bewährte und langjährige Vorstandsmitglieder zu ersetzen sein. Fink ist zuversichtlich, neue Kräfte zu finden, welche zugleich die Chance haben, Ziele und Aktivitäten des Vereins neu zu definieren.

 

 

 

Das an der Generalversammlung traditionelle Referat hielt Martin Spilker. Er stellte das katholische Medienzentrum in Zürich vor, dessen leitender Redaktor er ist. In drei Medienzentren (die weitern bestehen in Lausanne und Lugano) fasst die katholische Kirche in der Schweiz seit diesem Jahr ihre Dienstleistungen für die Medien zusammen. Die Journalisten arbeiten crossmedial in einem «Newsroom», das heisst, sie produzieren gleichzeitig Beiträge für die Presse, das Internet oder für Radio und Fernsehen. Sie sind  untereinander ebenso wie mit ausländischen kirchlichen Agenturen vernetzt. In Zürich arbeiten zudem bald die katholischen und reformierten Medienschaffenden unter dem gleichen Dach. Die hauptsächlich von der Kirche bezahlte Arbeit kann dank diesen Synergien  kostengünstig erbracht werden. Kernstück ist der Webauftritt:www.kath.ch – der schon eine recht gute Zahl regelmässiger Besucher  aufweise – und die Präsenz in den von der jüngeren Generation genutzten Social Media. Die Journalisten verfügten, so Spilker, durch ein Redaktionsstatut über eine weitgehende Unabhängigkeit. Sie seien also nur der Wahrheit verpflichtet. Die Katholischen Medienzentren hofften zu einer gern gehörten und glaubwürdigen Stimme zu werden, sodass ihre Beiträge über die kirchlichen Medien hinaus Verbreitung fänden. Denn Kirche, Religion und ähnliche Themen seien in den meisten Tageszeitungen oft spärlich vertreten.