Jahresbericht für das Jahr 2015   

Allgemeines

Im vergangenen Jahr ist im Bereich der gedruckten und elektronischen Medien einiges passiert, das man aus katholischer Sicht kommentieren könnte. Ich möchte nur die SRG erwähnen, deren Service public-Auftrag im Zusammenhang mit einer Volksabstimmung diskutiert wurde. Wir hoffen, dass die SRG ihre diesbezügliche Aufgabe im katholischen, christlichen und kulturellen Bereich etwa in der gleichen Form weiterführt, auch wenn die Einschaltquoten nicht jene eines «Mega-Events» erreichen. Leider sind in der Westschweiz bei der SSR weitgehende Abbaumassnahmen in diesem Bereich angekündigt. Widerstand aus katholischen Kreisen gegen diese Pläne hat sich formiert.

Seite »Religion und Gesellschaft«

Seit die »Solothurner Nachrichten« (SN) per Anfang 1990 zum »Oltner Tagblatt« (OT) stiessen, konnte von den Neuen Luzerner Medien AG die Seite «Religion und Gesellschaft» weiter in den SN und ab September 1997 (als die SN eingestellt wurde) im OT erscheinen. Mit der zunehmenden Integration des OT in die AZ Zeitungen/Nordwestschweiz (die Zeitung wird jetzt in Aarau gedruckt) wurde uns erklärt, dass «Religion und Gesellschaft» per September 2015 vor allem aus technischen Gründen nicht mehr im OT publiziert werden kann. Wir bedauern diesen Schritt.

Die Seite «Religion und Gesellschaft» wird aber weiter von den «Neuen Luzerner Medien» für ihre eigenen Titel produziert und als pdf (in elektronischer Form) unserem Verein und dem Schweizerischen Katholischen Presseverein zur Verfügung gestellt. Diese Seite können unsere Mitglieder gratis beziehen (Versand per E-Mail) und sie wird auf unserem Website (www.kpo.ch) aufgeschaltet. Wir werden die Seite darum weiterhin, aber mit einem geringeren Beitrag als bisher unterstützen. Gleichzeitig hoffen wir, die Zeitungsseite vermehrt auf elektronischem Wege verbreiten zu können.

Gastkommentare

In anderer Form konnten wir uns hingegen beim »Oltner Tagblatt« einbringen: Tatjana C. Disteli kann in grösseren Abständen – im Verbund mit andern Autoren – in der Samstagausgabe des »Oltner Tagblatts« einen «Gastkommentar» schreiben. Als katholische Theologin will Tatjana C. Disteli aus unserer katholischer Sicht schreiben. Dies ist ihr in den bisherigen zwei Artikeln sehr gut gelungen ist. Wir freuen uns auf ihre weiteren Beiträge!

Internetauftritt: www.kpo.ch

Mit unserem Internet-Auftritt: www.kpo.ch verfügen wir über ein unabhängiges Instrument, um über unseren Verein und unsere Aktivitäten zu informieren sowie eigene Beiträge zu veröffentlichen. Von besonderer Bedeutung ist dabei die «Presseschau» mit den Rubriken Ortkirche, Weltkirche und Staat und Gesellschaft. Die darin auffindbaren Zeitungsartikel werden uns vom Katholischen Medienzentrum der Deutschschweiz geliefert. Der interessierte Leser findet hier eine gute Übersicht zu aktuellen Themen.

Unterstützungen

Der Oltner Historiker Dr. Urs Amacher hat sich schon früher mit «Katakombenheiligen» befasst: Das sind Skelette von Urchristen, die im 17./18. Jahrhundert in grosser Zahl aus den Katakomben in Rom über die Alpen gebracht und in Kirchen als Reliquien verehrt wurden. Urs Amacher hat eine Schrift verfasst über die elf (!) im Kanton Solothurn aufgespürten «Katakombenheiligen» (die heute meistens im Verborgenen gehalten werden, wovon einer sogar im Kapuzinerkloster Olten aufbewahrt wird!). Die Schrift wird in Olten gedruckt und verlegt und erscheint voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2016. Der KPO hat einen Beitrag an die Druckkosten beschlossen.

Aus dem Vereinsleben

Am 17. September 2015 durften wir zu einem Vortrag ins Historische Museum einladen. Unser Mitglied Dr. theol. Urban Fink sprach zum Thema: «Der Kanton Solothurn vor hundert Jahren – der Raum Olten als Schwerpunkt der Verteidigung und Krisenherd im Kanton». Urban Fink stützte sich auf seine Publikation «Der Kanton Solothurn vor hundert Jahren». Seine interessanten Ausführungen ergänzte er mit zahlreichen eindrücklichen Karten, Statistiken und Textdokumenten. Es war ein Vortrag mit hohen Niveau, der vom zahlreich erschienen Publikum (weit über den KPO hinaus) genossen und mit Dankbarkeit aufgenommen wurde.

Im vergangenen Jahr haben wir uns intensiv mit der Erneuerung unseres Vereins beschäftigt: Viele Vorstandsmitglieder üben ihr Amt seit vielen Jahren aus. Gleichzeitig galt es zu überlegen, wofür unser Verein noch nützlich sein kann. Wir haben uns mit einem fachkundigen Berater – Melchior Etlin ist als Oekonom spezialisiert auf das Management von Nonprofit-Organisationen und Sekretär des Schweizerischen Katholischen Pressevereins – dieser Aufgabe gestellt. Wir machten uns Gedanken über Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken unseres Vereins und haben danach auch ein Leitbild erarbeitet.

Wir wollen eigene Beiträge – in gedruckter und elektronischer Form – produzieren, wozu auch externe professionelle Kräfte nötig sind. Dazu benötigen wir auch finanzielle Ressourcen. Wir konnten auch neue Kräfte für den Vorstand gewinnen; dies ist für mich ebenfalls ein sehr erfreuliches Resultat des vergangenen Jahres!

Der Vorstand traf sich im vergangenen Vereinsjahr zu fünf Sitzungen. Drei davon waren dem Prozess der Vereinserneuerung gewidmet.

Dem Vorstand gehören folgende Personen an: Christoph Fink, Olten (Präsident), Peter Felber, Egerkingen (Vizepräsident), Balthasar Schmuckli, Trimbach (Aktuar), Marcel W. Wyss, Kappel (Kassier), Ida Kupferschmid, Niedergösgen, Anton Strähl, Welschenrohr und Bruno Gervasi, Starrkirch. Als Revisoren wirken Leo Baumgartner, Wangen b. Olten und Rudolf Rippstein, Hägendorf. Per Generalversammlung  2015 ist bekanntlich P. Hanspeter Betschart aus unserem Vorstand zurückgetreten, da er nun als Guardian und Provinzbibliothekar seines Ordens in Luzern wirkt.

Im vergangenen Jahr sind einige verdiente ehemals aktive Vereinsmitglieder von uns gegangen: Urs Pfluger (Olten), Paul Egger (Olten, Redaktor des «Sonntags»); Josef Betschart (Wangen b. O., Redaktor der «Solothurner Nachrichten» und Hans von Arb (Neuendorf, Typograph beim Walter-Verlag und später beim Nordwestdruck sowie langjähriger Gemeindepräsident von Neuendorf und Verfassungsrat).

Dank

Allen, die im vergangenen Jahr für unseren Verein und für unsere Anliegen gewirkt haben, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken, insbesondere den Vorstandsmitgliedern und den Revisoren.

 

Olten, den 27. Januar 2016

                                                                                                 Dr. Christoph Fink, Präsident