Bücher und Broschüren   

Der Katholische Presseverein Olten hat in den letzten zwanzig Jahren fast jedes Jahr einen Druckbeitrag an eine Schrift zu einem katholischen Thema gewährt. Diese Schriften haben durchwegs eine kleine Auflage. Sie hätten ohne Spenden nicht publiziert werden können.

 

Wir stellen diese Schriften vor und ergänzen sie mit Schriften, die einen Bezug zu den Themen unseres Vereins haben.

 

Professor Peter Walliser war Professor an der Juristischen Fakultät der Universität Bern. Er war der Sohn von Otto Walliser, der lange Redaktor des «Morgens» in Olten war. Peter Walliser kannte die Geschichte der konservativen und christlichsozialen Bewegung des Kantons Solothurn sehr gut, Viele Quellen oder Zusammenhänge wurden ihm durch seinen Vater erschlossen. Sein Buch hilft mit, wichtige Fakten und Ereignisse in Erinnerung zu halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freimaurerei spielte im 19. Jahrhundert in den Deutschschweizer Mittellandkantonen eine bedeutende aber verdeckte Rolle. Die Freimaurer – wie die damaligen Radikalen – bekämpften die römisch-katholische Kirche. Dies gelang ihnen besonders gut, weil viele von ihnen an den «Schalthebeln der Macht» sassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine ähnliche Zeitperiode beschreibt das Buch von Professor Alois Schenker. Er war Priester und Theologieprofessor, dessen kirchen- und staatspolitische Einstellung  als rechskonservativ galt. Er wurde deswegen vom damaligen Bischof Franziskus von Streng mehrfach ermahnt. Im vorliegenden Buch finden sich aber keine Spuren dieser Gesinnung.

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Buch gibt einen Einblick in etwa die gleiche Epoche von Katholisch-Olten. Die Frauen spielten eine bedeutende Rolle im Leben der Kirche, besonders ausserhalb der Kirchenmauern und in den Familien, auch wenn sie keine politischen Rechte hatten. Das oft erwähnte damaligen «katholische Milieu» (heute würde man wohl von einem «Netzwerk» sprechen) haben zu einem grossen Teil sie geschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

Der Oltner Historiker Urs Amacher hat dieses Buch ohne unsere Hilfe geschrieben. Es enthält viele Informationen über Pfarrer Joseph Jeker, unter dessen «Schirmherrschaft» die grosse St. Martinskirche in Olten gebaut wurde (Kirchweihe im August 1910). Pfarrer Jeker war ein grosser Bienenspezialist (»Bienenvater»). Es zeigt, wie Pfarrer Jeker nicht zuletzt über sein Hobby die römischen Katholiken schrittweise wieder in die schweizerische Gesellschaft integrieren konnte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Urban Fink ist Theologe und Historiker. Er stammt aus Welschenrohr (SO) und hat sich als Historiker schon markant profiliert. Er war bis jetzt Redaktionsleiter der Schweizerischen Kirchenzeitung und übernimmt jetzt die Leitung der Inländischen Mission. Sein Buch enthält viel Wissen darüber, «wie es damals war». Es passt sehr gut in den Kontext zu den hier vorgestellten Büchern.

Bei den beiden Offizieren vor der ehemaligen »Krone» handelt sich weder um General Wille noch um seinen Generalstabschef und Oberstkorpskommandant Theophil von Sprecher, obwohl sie ihnen gleichen.

 

 

 

 

 

 

Otto Walter war ein stramm katholisch-konservativer Mann. In seinem Verlagshaus, das auf den Grundlagen des Katholischen Pressvereins 1917 gegründet wurde, gab er viele Zeitschriften für ein konservatives Publikum heraus. Professor Urs Altermatt liess an der Universität Freiburg i.Ue. zahlreiche Zeitschriften und Vereinigungen dieser Richtung (»katholisches Milieu) wissenschaftlich untersuchen.

 

 

 

 

 

 

Ihre Hochblüte lag zwischen 1930 und 1960. Die Konsequenzen des Zweiten Weltkrieges (die sich innerkirchlich im Vaticanum II niederschlugen) führten zu einem weniger autoritären Verständnis der Kirche und der Welt. Blöcke weichten sich auf und machten einer ökumenischen, manchmal auf indifferenten, Geisteshaltung Platz.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Werk sui generis ist die Dissertation von Urban Fink über die Nuntiatur des Heiligen Stuhls in Luzern. Der Nuntius schickte während Jahrhunderten (!) jede Woche einen Bericht an das Staatssekretariat in Rom. Daraus lässt sich vieles herauslesen, was nicht nur mit katholischen Angelegenheiten, Politik und dem eidgenössischen Konfessionsstreit zu tun hat. Wir erfahren etwa, dass unsere Vorfahren ziemliche Waffennarren waren. Das Schützenwesen – Wilhelm Tell lässt grüssen – hatte einen grossen Stellenwert.

 

 

 

 

 

 

Von 1998 – 2015 durfte die Stadt Olten den Kapuzinerpater Hanspeter Betschart als Pfarrer geniessen. Er hat ein grosses schriftstellerisches Oeuvre hinterlassen. Viele Schriften sind im Verlag Josef Fink in Lindenberg bei Lindau im Allgäu erschienen. Nicht nur die Texte sind sehr sorgfältig geschrieben, auch die Fotographien sind erstklassig! Wir können hier nur die wichtigsten vorstellen und unterteilen sie in verschiedene Themenbereiche:

 

Die Kirche St. Martin in Olten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Texte zum heiligen Franz von Assisi:

 

 

 

 

 

 

 

Ein Beschreibung (»Führer») des Kapuzinerklosters Olten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Texte mit seelsorgerischem Bezug:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hanspeter Betschart lehrt griechisch und lateinische Sprache an der Universität Luzern. Er hat seine Lehrmittel selber geschrieben. Sie werden auch an andern Theologieschulen verwendet. Wir stellen hier sein erstes Werk vor; die andern haben wir nicht unterstützt.Da ja zunehmend Leute Theologie studieren, die nicht in der Mittelschule Latein und Griechisch gelernt haben, füllen solche Werke, die sich an Erwachsene Studenten richten, eine Lücke.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor es die Spitex gab, wurde die häusliche Krankenpflege und die Haushalthilfe privat organisiert. Viele katholische Vereine waren dabei engagiert. Das Personal stellten oft katholische Frauenorden, deren Angehörige zu geringsten Preisen ihren (Liebes-)Dienst versahen. In Olten gab es den Krankenpflegeverein St. Martin. Langjähriger Präsident war Oberrichter und Kirchgemeindepräsident Dr. iur. Adolf Kellerhals-Häfely. Er hat die Geschichte dieses Vereins durch den Oltner Ruedi Studer aufzeichnen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein ganz spezielles Buch: Bilder im Jugendstil, der nicht gerade für religiöse Elemente bekannt ist, gehen hier eine Symbiose mit der Kirche ein. Autor der Texte ist P. Hanspeter Betschart. Das Jahrzeitenbuch ist Eigentum der römisch-katholischen Kirchgemeinde Olten-Starrkirch/Wil, befindet sich aber als Depositum im Stadtarchiv Olten, wo es eingesehen werden kann (bei schriftlichem Einverständnis des Pfarramtes von St. Martin Olten). Der Schöpfer der Monatsbilder ist übrigens nicht (mehr) bekannt!

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz sachlich erinnert der Oltner Historiker Urs Amacher an eine Frömmigkeitsform, die uns heute fremd erscheinen mag: In der Zeit des Barocks versuchte man, den Glauben mit den Sinnen erfahrbar machen zu lassen: Es war vielen Kirchen eine Ehre (die ihren Preis hatte!), einen «Heiligen» zur Verehrung und als Fürsprecher leibhaftig präsentieren zu können. Bei den «Katakombenheiligen» handelte sich jedoch um ganz «normale» Christen, die immerhin zumindest teilweise zur Zeit von Christenverfolgung in Rom gelebt haben. Das Buch ist unterhaltsam zu lesen. Eine tiefer liegende Botschaft dieses Buches ist, wie sich unsere Frömmigkeit und Glaubenspraxis ist den letzten fünfzig Jahren gewandelt hat. Ein Teil der heutigen Glaubenskrise mag damit erklärbar sein, dass unsere heutigen Glaubensformen sich näher an die überlieferten Texten halten; dafür kommen Sinne und Emotionen zu kurz.

Zur Vernissage des Buches im Historischen Museum in Olten am 14.11.2016 fanden sich übrigens rund hundert Personen ein!

 

 

 

 

Hier berichtet ein Oltner über seine Konversion; er wurde von Hanspeter Betschart spirituell betreut:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss möchten wir noch auf Bücher zum Bistum Basel hinweisen – sie wurden nicht von uns unterstützt.

                    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!