Radio Gloria sendet rund um die Uhr   

122. Generalversammlung

An der Mitgliederversammlung des Katholischen Pressevereins Olten Ende März wickelte Präsident Christoph Fink die statutarischen Geschäfte in gewohnt kurzer Form ab. Der Verein setze jährlich wechselnde Schwerpunkte, um damit – seinem Vereinszweck gemäss – katholische Themen in die Medien zu  bringen.  Das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres sei der Besuch von Patriarch Gregorios III. aus Damaskus in Olten gewesen. Der Patriarch habe mit seiner Standhaftigkeit beeindruckt: Die syrischen Christen, deren Gemeinden zum Teil von Paulus und andern Aposteln gegründet wurden, sollen nämlich auch in dieser sehr schwierigen Zeit ausharren und dem syrischen Volk dienen.  Eine Flucht der Christen würde das Verständnis für die christliche Religion im Nahen Osten schwächen und extreme islamistische Kräfte auch in Europa stärken.

 

 

Während Printmedien schwierige Zeiten durchleben, gibt es im elektronischen Bereich selbst im katholischen Segment bedeutende Aufbrüche zu verzeichnen. Davon berichtete der junge Priester Daniel M. Bühlmann, der als geistlicher Berater bei Radio Gloria wirkt. Es ist das älteste von inzwischen drei katholischen Radios der Deutschschweiz. Auf Sendung ging es im Jahr 2004, seit 2008 habe man ein gut ausgebautes Studio im Kloster Baldegg LU. Seit 2016 ist das Radio auch unter DAB+ in der ganzen Deutschschweiz zu hören (auch über Kabel, Satellit und Internet) und erreiche täglich 15»«000 Personen. Radio Gloria sendet rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche. Schwerpunkte seien Lebenshilfe-Sendungen, Katechesen, Gebetsstunden sowie Sendungen für Familien, Kinder oder Jugendliche. Die drei katholischen Radios der Deutschschweiz seien finanziell und in ihren Sendungen unabhängig von den Schweizer Bischöfen und den staatlich kontrollierten Kirchgemeinden; sie finanzieren sich selber über Spenden. Dies entspreche durchaus kirchlichen Dokumenten, welche den Einsatz sozialer Kommunikationsmitteln den Laien als Aufgabe zuweisen.