Bischofsweihe von Felix Gmür   

Einmaliges Ereignis in Olten: Felix Gmür wird zum Bischof geweiht

Niemand hätte bis vor kurzem gedacht, dass je einmal in Olten der römisch-katholische Diözesanbischof des Bistums Basel geweiht wird.

Schliesslich gibt es eine sehr schöne Kathedrale in Solothurn. Da sie aber wegen Brandstiftung (!) geschlossen werden musste, suchte man kurzfristig eine andere Grosskirche mit guter «Infrastrukur».

Olten gilt als Zentrum der Christkatholiken, als ehemaliges Untertanenstädtchen und  als eher nüchternes Zentrum für Industrie, Handel, Telekommunikation, Verkehr und Gewerbe.

Hier einige fotographische Eindrücke (Fotografieren in der Kirche war einigen wenigen Berufsfotografen vorbehalten).

   

Sonntag, 16. Januar 2011: Um 14.00 Uhr befinden sich schon viele eingeladene Gäste in der Kirche, während einige die soeben aus dem Nebel hervorgetretene Sonne und die Gesellschaft geniessen. Seit rund zehn Tagen weiss man, dass die Bischofweihe in Olten stattfinden wird. Schon das Spruchband weist darauf hin, dass die Organisatoren wohl gut geplant haben.

 

Pünktlich um 15.00 Uhr erscheinen – in einer kurzen Prozession – der neue Bischof, die Konsekratoren und zahlreiche Bischöfe, Äbte und Priester auf der Bleichmattstrasse.

 

Bischof Felix erscheint in der Mitte des Zuges. Ihm schreiten zwei Schweizer Gardisten voraus.

 

Das ist Kurt Kardinal Koch, bisheriger Bischof von Basel, inzwischen nach Rom «abkommandiert», wo er – im Januar 1996 – zum Bischof geweiht wurde. Während er am 100-jährigen Bestehen der Oltner St. Martinskirche Ende August 2010 nicht erscheinen konnte, darf ihn die Martinspfarrei nun zu einem noch bedeutenderen Anlass bei sich haben. Er ist Hauptkonsekretor der Bischofsweihe.

 

Während die St.Martinskirche weitgehend von den eingeladenen Gästen belegt war, konnten die gewöhnlichen Gläubigen den Gottesdienst in der christkatholischen Stadtkirche (ebenfalls dem Heiligen Martin von Tours, Stadtpatron von Olten, geweiht) mitverfolgen. Die Kirche war bis auf den letzten Platz belegt und die Gläubigen haben  mitgebetet und mitgesungen. Die Feier dauerte drei Stunden – also bis nach Einnachten.