Bornkapelle   

 

  

Diesen Eindruck bekommt man von der Kapelle, wenn man sich ihr von Westen nähert. Der Hauptweg – ein sogenannter Stationenweg (also mit den vierzehn Stationen des Kreuzwegs) – führt jedoch von Norden (linker Hand) zur Kapelle.
Die Kirche ist also «geostet» (nach Osten, d.h. nach Jerusalem ausgerichtet). Früher war es selbstverständlich, das jede Kirche nach Jerusalem, dem Todesort von Christus, dem eigentlichen Gründer der Kirche, ausgerichtet war.

 

Schon die Umgebung strahlt Ruhe und Würde aus.

 

Gegen Norden – gegen das Dorf Kappel, wie auch gegen das jenseits der Dünnern liegende Hägendorf – ist ein prächtiges Kreuz gerichtet, an dessen Fuss wichtige Zitate aus dem neuen Testament eingemeisselt sind.

 

Dieser Satz kann als der wichtigste Satz der ganzen Bibel, welche ja eine «Selbstoffenbarung Gottes» ist, verstanden werden.

 

Schmuck sieht die Kapelle auch aus südlicher Richtung aus. Der Lebhag sorgt für eine Umfriedung und schneidet sie vom Wiesland ab. Dieses Abschneiden ist auch im lateinischen Wort «Templum» gemeint: Die Wurzel dieses Wortes (»tem») hat mit Schneiden zu tun. Ein Tempel ist nach römischem Verständnis ein Bezirk, der mit Pflug vom übrigen Land abgeschnitten ist. Ein Bezirk, wo Friede, Ruhe und Würde herrscht.

 

 

Die Bornkapelle wird vom Stiftungsverein pro Bornkapelle, 4616 Kappel SO, unterhalten. Neue Mitglieder, besonders aus Kappel und Umgebung, Heimwehkappeler oder jede Person mit einer Beziehung zu diesem schönen Dorf, sind herzlich willkommen. Die Generalversammlung wird gepflegt zur Stärkung der Verbundenheit mit der Kapelle und zur Pflege der Gemeinschaft: Sie findet immer am Barbaratag – 4. Dezember – statt. Es wird immer ein traditionelles Kappeler Menu serviert: Schnitz und Drunger.