Olten verändert sein Gesicht   

Grosse Neubauten zeugen von Vertrauen in die Zukunft

Im Jahre 2013 wurden in Olten grosse Bauprojekte der öffentlichen Hand (als Bauherr fungierte die Einwohnergemeinde, der Staat Solothurn, und die SBB als eine Anstalt des Bundes) gebaut oder vollendet und der Nutzung übergeben:

Das wichtigste und grösste Bauvorhaben hat der Kanton Solothurn realisiert: Die Entlastungsstrasse der Region Olten. Sie umfährt die Stadt Olten südlich. Da sie durch besiedeltes Gebiet führt, mussten ihr einige Bauten weichen. Die Strasse beginnt an der Aarburgerstrasse bei der Abzweigung zur Sälistrasse mit dem Sälikreisel.

Dann führt sie gleich über die Aare in den Hausmatttunnel. Wieder an der frischen Luft führt sie den Bahngeleisen entlang westwärts Richtung Solothurn. In Rickenbach endet sie – vorläufig. So das Volk will wird sie einmal bis zum Autobahnanschluss in Egerkingen weitergeführt.

 

 

 

Dank dieser Verkehrsumlenkung konnte die Stadt Olten ihre Innenstadt vom Durchgangsverkehr weitgehend befreien. Die Kirchgasse wurde baulich erneuert; sie präsentiert sich nun als ein Ort des Verweilens und der Begegnung.

 

 

 

 

Ein Meilenstein ist auch das neue Gebäude der Fachhochschule Nordwestschweiz

an der Aarauerstrasse. Es dehnt sich vor allem entlang der Bahngeleise gegen Süden aus.

 

 

 

 Olten als Eisenbahnerstadt neu definiert

 Weitere wichtige Objekte befinden sich – im Jahre 2013 – noch im Bau. Die SBB – seit jeher einer der grössten Arbeitgeber in der Stadt – hat gleich zwei «heisse Eisen» im Feuer. Zum einen das neue Verwaltungsgebäude von SBB Cargo, die von Basel in die «Eisenbahnerstadt» umzieht. Dieser Bürokomplex ist der Fachhochschule gleichsam benachbart – dazwischen liegt allerdings der wichtige Schienenstrang, der ab dem Bahnhof Olten in den Süden und Westen der Schweiz führt.

 

 

 

 

 

 

 

 Ebenfalls riesig – für Oltner Verhältnisse – ist das Gebäude, das die SBB am nördlich des Bahnhofs, zwischen Bahngeleisen und Aare, baut. Es wird die «Betriebszentrale Mitte». Von dort aus wird also rund ein Drittel des Zugverkehrs gesteuert und überwacht werden (die SBB bauen noch eine Betriebszentrale West und Ost). Die SBB bringen auch damit ein paar hundert Arbeitsplätze (wofür sie gut ausgebildetes Personal benötigen) aus andern Städten nach Olten!

Die SBB beschäftigt sich neu in Olten viele Menschen im Verwaltungs- und technischen Bereich, zusätzlich zu den Handwerkern im Industriewerk Olten und dem Fahrpersonal.

 

 

 

 

 

 

 

 

Olten besteht auch aus Vergangenheit

 

Im Fustlig – ein Einfamilienhausquartier, das man über die Sälistrasse erreicht und unterhalb des Säli Schlössli liegt – kann man nun eine grosse Fläche, die auch für eine Umfahrungsstrasse reserviert war, überbauen. Dabei stiess man auf den vermuteten römischen Gutshof. Er ist im 1. christlichen Jahrhundert errichtet worden. Seine Grundmauern sind gut erhalten und zeugen von einer soliden handwerklichen Arbeit. Ob von Oltens Neubauten in 2000 Jahren auch noch Spuren sichtbar sein werden?

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Quartiere auf dem linken Aareufer!

Jahrzehntelang war die Bautätigkeit auf dem linken Aareufer deutlich kleiner als auf dem rechten - insbesondere im Bereich Wohnbauten. Das linke Aareufer wurde zur Domäne der eingesessenen und behäbigen Oltner. Seit wenigen Jahren ist auf dem linken Aareufer – in Olten Südwest und angrenzenden Gebieten – eine neue Dynamik sichtbar


 

 

 

 

Der Baukörper in der Grube der ehemaligen Zementfabrik, wo früher Kies abgebaut wurde, wirkt massiv und imposant.

 

 

 

 Auch zwischen Mehrzweckhalle, Fussballplatz Kleinholz und Ruttigerweg wächst die Wohnsiedlung um mehrere Strassenzüge.


 

 

 

 

 

 

Sogar über dem Tunnel der Entlastungsstrasse kommt noch ein Wohnhaus zu stehen. Hingegen muss das «goldene Dacherl» (links im Bild) definitiv zurückgebaut werden