Wegkreuze   

Unsere Region weist – typisch für katholisch geprägte Gebiete – eine grosse Anzahl von Wegkreuzen auf. Sie sind ein ganz besonderes Erbe (spirituell und handwerklich), das gepflegt werden soll. Wegkreuze zeigen sich in vielfältigen Stilen und Formen. Sie weisen uns in der Hektik des Alltags aber immer auf Christus und seinen Vater hin, in dem wir einstens ruhen werden. Längst nicht alle Wegkreuze stammen aus vergangenen Jahrhunderten. Hier eine kleine Auswahl:

  

Dieses Wegkreuz steht an der Strasse von Härkingen nach Egerkingen, in der Nähe der Autobahn. Es ist erst vor wenigen Jahren geschaffen worden. Wohl geht es auf die Initiative einer Privatperson zurück, die es auch gestiftet haben dürfte.

 

An der Strasse von Härkingen nach Fulenbach steht dieses einfache Wegkreuz im Garten eines Einfamilienhauses.

 

Zwischen Härkingen und Boningen findet sich dieses Wegkreuz, das schon einige Jahrhunderte alt ist. Es enthält in seinen Mittelpunkt ein Medaillon,  welches das Lamm Gottes zeigt.

 

An der gleichen Strasse, etwas näher bei Boningen, findet sich ein Wegkreuz aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Es dürfte auf der schnurgeraden Strecke vor einer zu schnellen Fahrt warnen!

 

Das Wegkreuz  beim Restaurant «Kreuz» in Kappel wird – was man eher selten sieht – vom Kreuz der Schweizerfahne begleitet: Betet freie Schweizer!

 

Ebenfalls in Kappel,im Unterdorf, findet sich  dieses rund dreihundert Jahre alte Wegkreuz. Es ist mit Symbolen versehen und nennt die Initialen des  Stifters und die Jahrzahl.

 

Von Härkingen herkommend, eingangs Neuendorf, findet sich dieses Holzkreuz. Es muss – gemäss seiner Inschrift – in Erinnerung an das Heilige Jahr von 1950 geschaffen worden sein.

 

Nur wenige Meter näher beim Dorfeingang von Neuendorf findet sich dieses alte Kreuz mit der Inschrift: Gelobt sei Jesus Christus!

 

Nicht an der Hauptstrasse, sondern an einem Feldweg zwischen Niederbuchsiten und Wolfwil (im «Schweissacker») findet sich dieses erst kürzlich renovierte Kreuz von 1870. Auf der Inschrift am Sockel fragt Jesus, der alles für uns getan hat, was wir für ihn tun.

 

Auch dieses  Wegkreuz in Fulenbach steht abseits der grossen Verkehrsströme. Es fällt duch seinen grossen goldenen Korpus auf. Der Blumenschmuck zeigt, dass es gut gepflegt wird.

 

Im Gegensatz dazu sieht  dieses einfache 55 Jahre alte Holzkreuz, das in Boningen unterhalb der Autobahn und der Raststätte steht, ziemlich verwahrlost aus. Die Inschrift auf dem Balken lautet: «König der Ewigkeit».

 

Dieses Kreuz hat noch nie ein Auto gesehen; Es steht auf dem Übergang von Rohr nach Erlinsbach auf freiem Feld mit Blick über den ganzen Aargau bis an den Uetliberg.

 

Dieses Kreuz findet sich unterhalb des Däniker Friedhofs an der Strasse.

 

Dieses Kreuz  sehen vorwiegend Wanderer und Velofahrer, aber auch Segelflieger: Es steht auf dem Flugfeld im Oltner «Gheid». Auffallend ist seine Niedrigkeit.

 

An der gleichen Strasse, an der Gemeindegrenze Olten/Wangen, bei der Abzweigung zum «Tierdörfli», lädt dieser, an Hitzetagen sehr beliebte (da schattige) Rastplatz zum Verweilen und zu einigen über die Hektik des Tages hinausgehenden Gedanken.

 

Egerkingen, die stattliche Gemeinde im Gäu, weist einige sehr schöne Wegkreuze auf: Hier sehen wir eine «Luxusausführung», typischerweise neben der Strasse, die zum vornehmen Hotel und Restaurant «Mövenpick» hinaufführt und vielleicht daran erinnert, dass es nicht nur weltliche Genüsse gibt.

 

Einge Meter weiter gegen das Dorfzentrum, auf der gleichen (nördlichen) Seite der Hauptstrasse, findet sich dieses Wegkreuz mit einem diesmal silbrigen Korpus. Viel häufiger sind bekanntlich Kreuze mit goldenem Korpus.

 

Martinstrasse in Egerkingen

 

Beim Friedhof in  Egerkingen (dieses und das obere Bild  stammen von Wolfgang von  Arx, Egerkingen)

 

Hier noch ein besonderes Kreuz zum Abschluss: Dieses Wegkreuz steht in den Holdermatten in Trimbach, unterhalb des Bahndammes. Es erinnert an die glaubenstreuen Katholiken der Kulturkampfzeit, wie die Inschrift am Sockel festhält.

 
 
  

Eine zweite Inschrift auf dem Vertikalbalken enthält ein typisches Kurzgebet